ALLGEMEINE HINWEISE ZUR AUSFÜHRUNG DER PANEURYTHMIE

 

Die paneurythmischen Übungen werden im Freien, außerhalb einer Siedlung ausgeführt, oder in den Bergen beim Sonnenaufgang unter den Klängen einer spezielen Musik. Sie wird von einem Orchester gespielt, wobei die Spielende ganzleise mitsingen können, oder im Kopf, damit das Orchester und die Teilnehmer nicht gestört werden.

Die Teilnehmer ordnen sich paarweise im Kreis. Wenn die Teilnehmer zu viel sind, können sie sich und müssen sie sich in einen oder mehreren konzentrischen Kreise einordnen. Die Ausführung der Übungen geschieht nach einem Kreis mit einem bestimmten Zentrum, den Radiusen des Kreises entlang und im eigentlichen Kreis. Die Bewegungen nach dem Kreis werden entgegen dem Uhrzeigersinn ( die linke Schulter in Richtung Zentrum ) gemacht.

Beim individuellen Lernen stellt sich der Tanzende ein Zeichen für das Zentrum des Kreises, nach welchem er die Übungen macht. Beim Erlernen der Übungen sollte der Tänzer immer den Kreis und sein Zentrum im Kopf halten.

Man darf den Kreis niemals überqueren. Innerhalb des Kreises dürfen sich nur die Leute vom Orchester und vom Chor aufhalten. Innerhalb des Kreises hat nur der Meister getanzt. Wenn einer der Teilnehmer braucht irgendwohin zu gehe, muß er auf der Außenseite des Kreises, in der Tanzrichtung den Kreis umgehen und da bleiben wo er möchte.

Den Abstand zwischen den beiden Partnern und den einzelnen Paaren muß 1m sein, d.h. eine Armlänge. so wird der Kreis geformt und nicht durch Händefassen. Dieser Abstand muß ständig eingehalten und korrigiert werden. Das Vorrücken der Korrektur geschieht nur vorwärts und niemals rückwärts. Bevor die Paneurythmie anfängt sollen die Teilnehmer ihre Arme seitlich hochstrecken und auf dieser Weise sich im Kreis einzuordnen und somit die Größe des Kreises zu formen. Und wenn sie anfangen zu tanzen sollte zwischen den Paaren nur eine Armlänge bleiben.

Eine andere wichtige Regel ist : im Kreis dürfen keine Kleidung und andere Gegenstände gelassen werden.

Die paneurythmische Übungen helfen der Erarbeitung von Gewohnheiten für die Koordination der individuellen Aktivität mit der kollektiven Aktivität ( die Teilnehmer ). Der Verstand muß wachsam sein.

Die Paneurytmie ist ein sakraler Akt und deswegen darf die Kleidung der Teilnehmer nicht offen sein. Man darf nicht in Badekleidung oder in Shorts angezogen sein. Die Schwester (Die Teilnehmerinnen) dürfen nicht in Hosen tanzen.

Man nimmt eine geradegerichtete Körpersttellung. Alle Bewegungen müssen mit Wille und Bewußtsein ausgeführt werden. Die Körperstellung hängt vom Stand der Wirbelsäule, der Schulter und der Hüfte ab.

Bei einer richtigen Körperstellung, erzeugt man die besten Bedingungen für eine normale Funktion des ganzen Organismus, zum kleinsten Energieverbrauch und zur größten Energieaufnahme aus der Natur.

 

---Hauptstellung.

Jede Übung kommt von der Hauptstellung aus und endet in der Hauptstellung. Jede Übung wird von einer Anfangsstellung, von Hauptstellungen, von Zwischenstellungen und von der Endstellung bestimmt. Jede Stellung muß einzeln angeeignet werden, bearbeitet und festgelegt werden.

Um eine richtige und feste Hauptstellung zu erreichen, stellen wir uns gerade ohne Spannung im Körper hin, bringen das Körpergewicht mal auf das eine, mal auf das andere Bein. Danach bringen wir das Körpergewicht auf die Zehen und auf die Fersen.

 

---Gehen als Hauptbewegung

Gehen ist die natürlichste und wichtigste Bewegung. Gehen ist nicht nur eine Übung für die Beine, sonder auch für alle Körpersysteme. Um die mechanische Aisführung der Übungen zu vermeiden, muß in einem Interesse und Liebe erweckt werden. Die Achtsamkeit soll nicht nur auf die richtige Ausführung gerichtet werden, sondern auch auf die Muskelempfindungen und auf die sie begleitende Gefühle. Die Kontrolle der Hauptstellung bei langsamen Gehen steht an erter Stelle.

Die Musik und das Nachdenken übrer die hohen Ideen, die die paneurytmischen Übungen begleiten, üben eine große Auswirkung gleichzeitig auf Körper und Geist.

Mit diesen beiden vorbereitenden Übungen für eine richtige Hauptstellung und Gehen fangen die paneurytmischen Übungen an. Sogar die Vorstellung von einer paneurythmischen Bewegung wirkt sich auf die Gehirnzellen aus.

 

 

 

PANEURYTHMIE

28 Übungen

DER ERSTE TAG DES FRÜHLINGS ( Beinhaltet die ersten 10 Übungen)

 

1. ERWACHEN

 

Ausgangsposition:

 

Alle Tänzer werden pärchenweise eingeordnet, mit Gesicht, gerichtet gegen dem Uhrzeigersinn, die linke Schulter zum Zentrum (des Kreises) gerichtet. Die Hände sind auf den Schultern, die Ellenbogen - seitlich - waagerecht, die Finger - zusammengebracht, berühren die Schulter. (Bild1.1)

 

Bewegungsvorgang:

 

Takt 1: Zeit 1 - Schritt mit dem rechten Fuss vorwärts; bei der ersten, zweiten und bei der dritten Zeit - werden die Arme seitlich waagerecht geöffnet, die Handflächen offen und nach unten gerichtet. ( Die Schlussposition der Armen beim Öffnen und beim Zurückbringen fällt mit der starken Zeit jedes Takts auf einander, wobei die Arme und die Beine sich in Synchron bewegen). (Bild1.2)

 

Takt 2: Zeit 1 - Schritt mit dem linken Fuss vorwärts; bei der 1., 2., und bei der 3. Zeit nehmen die Arme die Ausgangsposition ein.

Diese Bewegungen werden bis zum Ende der Musik Nr 1.

Im latzten Takt - Schritt mit dem linken Fuss, die Arme werden gleichzeitig auf die Höhe der Brust gebracht, mit den Finger nach vorne gerichtet, indem sich die Daumen und die Zeigefinger berühren. (Die Handflächen sind gegeneinander, leicht auseinander gerichtet, mit Fingern nach vorne und nach oben gerichtet mit sich berührenden Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger.)

 

Erklärung: Diese Übung drückt ein "In sich hineingehen" und Ein "Zum Ausdruck nach Aussen kommen" aus. Die Arme, die auf den Schultern sind, werden seitlich geöffnet. Also zuerst geben wir. Die ist das männliche Prinzip, die Schöpfungsgrundlage. Das, was wir haben, müssen wir nach aussen geben. Danach werden die Arme wieder auf die Schulter gelegt, also wir empfangen von der Natur wieder das, was Sie uns geben wird. Dies ist das weibliche Prinzip, die empfangende Grundlage. Diese zwei Zustände wechseln sich ab. Wenn die Arme nach aussen gestreckt werden, sie schicken und empfangen Energien. Die Finger sind Sender , durch welche Energien gesendet werden und die Zwischenräume zwischen den Fingern sind Empfangsantennen.

Wenn diese Übung mit einem wachen Bewusstsein gemacht wird, bringt sie einen auf die Idee vom Empfangen und Geben von dem, was die Natur spendet. Durch diese Bewegungen wird diese fruchtbare Idee in die Welt geschickt.

Diese Übung nennt man "Erwachen", weil wenn im Menschen die Idee des Gebens des Empfangenen geboren wird, ist es ein Zeichen des Erwachens von seinem Bewusstsein. Dies ist ein Hinauswachsen aus den Rahmen des beschränken persönlichen Lebens und ein Hineingehen in das breitere Gebiet des Ganzheitslebens. Es ist der Anfang des Ausdrucks der menschlichen Seele. Sie muss erwachen und in ihrer Schönheit erscheinen.

 

Bemerkung: Der Meister hatte diese Übung zuerst mit den Handflächen nach oben zu tanzen gezeigt gehabt, aber Er selbst hat sie mit den Handflächen nach unten getanzt. Die erste Position - die Handflächen nach oben - bedeutet Empfangen und die Handflächen nach unten bedeutet Geben.

 

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings"Nr1 - Maß 3/4 - 40 Takte (Parvijat den na Proletta)

 

Text: Der erste Tag des Frühlings,

der erste Tag der Freude,

der erste Tag der Liebe (2)

bringen Kraft und Leben,

bringen Kraft und Leben.

 

 

 

 

2. VERSÖHNUNG

 

Ausgangsposition:

 

Die letzte Position der vorherigen Übung Nr1 (Der erste Tag des Frühlings) ist die Ausgangsposition der Übung Nr2 (Versöhnung), die direkt mit der Ersten Übung in einer ununterbrochenen Verbindung steht. (Bild2.1)

 

Bewegungsvorgang:

 

1. Takt - in der ersten Zeit - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; in der 1.,2. und in der 3. Zeit werden die Arme geöffnet, indem sie Halbkreise nach unten machen und danach erheben sie sich seitlich waagerecht. Die Handflächen zeigen nach unten. (Bild 2.2)

2. Takt - Zeit 1. - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß, bei der 1., 2. und bei der 3. Zeit machen die Arme Kreise nach hinten und werden auf die Ausgangsposition gebracht.

Diese Bewegungen werden bis zum Ende der Musik Nr 2 wiederholt.

Bei dem letzten Takt - in der ersten Zeit - einen Schritt mit dem linken Fuß vorwärts, bei der 1. und bei der 2. Zeit bringt man die Arme zurück, aber sie werden auf die Brust mit den Fingern nach oben gelegt.

Erklärung: Diese fliessende, zarte und kreisende Linien der Hände - vorwärts, seitlich und rückwärts - sind magnetisch. Sie sind Linien der Sanftmut und der Versöhnung. Durch das Prinzip der Sanftheit lernen wir die Widersprüche im Leben zu versöhnen. Diese Bewegungen erziehen den Menschen gerade in diesem Sinn.

 

Musik: "Versöhnung" - Der erste Tag des Frühlings" Nr 2 - Maß 3/4 - 30 Takte

 

Text: Und er belebt uns, und er weckt uns mit Liebe.

Wacht aus dem Schlaf auf, Kinder!

Der liebe Frühling ist schon da.

Die ganze Natur singt;

Die warme Sonne scheint schon.

Sie bringt Blumen und Früchte mit,

Sie bringt Lieder und Tänze.

 

 

 

3. GEBEN

 

Ausgangsposition: Die Ausgangsposition ist im letzten Takt der vorherigen Übung beschrieben worden. (Bild 3.1)

 

Bewegungsvorgang:

 

1. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem recheten Fuß; Bei der Zeit 1, 2 und 3 werden die Unterarme auf die Höhe der Ellenbogen mit den Handflächen nach oben hinaus gebracht, als man etwas anbiete (Bild3.2). (Die Schlußposition der Unterarme beim Öffnen und beim Zurückbringen fällt auf einander mit der starken Zeit von jedem Takt, wobei die Arme und die Füße sich synchron bewegen).

2. Takt - Zeit 1 - Schrit vorwärts mit dem linken Fuß; bei der Zeit 1,2 und 3 - die Arme in die Grundstellung zurück bringen.

Diese Bewegungen wiederholen sich bis ans Ende der Musik Nr 3.

Beim letzten Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß; Bei der Zeit 1,2 und 3 - bringt man die Arme in die Ausgangsposition zurück.

 

Erklärung: Bei dieser Übung werden die Arme hin und her bewegt und danach werden sie auf die Brust zurückgelegt. Dies ist ein richtiger Austausch zwischen der inneren- und der äußeren Welt, zwischen uns und der Natur.

Dies Bewegungen wirken magisch auf die Selbsterziehung des Menschen, weil durch sie wird ein kräftiger Anstoß zum Geben in die Welt geschickt. So wird einem die große Idee vom Geben und Empfangen bewußt. Es ist klar, daß diese Bewegungen von einem hohen Ideengehalt sind; sie erwecken in einem die Eigenschaften, welche der Neuen Kultur zu Grunde gelegt werden, die eine Kultur der Aufopferung, des Gebens, der Selbstlosigkeit gegenüber den anderen.

Durch sie kommt man in Kontakt zu Kräften, die man nicht vermutet hat; man wird in das Leben der Fülle hineingehen. Umso mehr man gibt, desto mehr wird man bekommen. Wenn man ein volles Gefäß wäre und der Inhalt nicht ausgeleert wird, wird man nichts von außen nehmen können. Wenn das Gefäß leer wird, dann wird es wieder voll gemach werden können. Wenn das Gefäß nicht entleert wird, dann bleibt es beim Alten. Alles, das man bekommt, muß man weg geben um das Neue zu bekommen.

Das iast ein Prozess der Erfrischung, der Erneuerung, des Wachstums, der Freude und der Kraft. Wenn die Quelle nicht das wieter gibt, was sie ständig bekommt, wird sie nicht im Zustand sein neue Ströme zu bekommen. Dann wird sie den Zustand des abgestandenes Wassers, des Sumpfes bekommen. Was für Unterschied zwischen ihm und der fließenden Quelle! Bei der ersten haben wir Verfall, Tod, und bei der fließenden - Bewegung und Leben.

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" Nr 3 - Maß 3/4 -34 Takte

 

Text: Er füllt mit Leben jedes Wese,

Erweckt Freude im Geiste,

Erfreut unsere Herzen.

Die Sonne scheint wohltuend,

küßt zärtlich die ganze Erde

und beschmuckt sie mit zahllosen herrlichen Blumen.

 

 

 

4. ERSTEIGEN

 

Ausgangsposition: Die letzte Stellung der vorherigen Übung ist die Ausgangsposition wobei man ohne Unterbrechung weiter macht.

 

Bewegungsvorgang:

1. Takt, Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; Zeit 1, 2 und 3 - der rechte Arm wird vorwärts nach oben, fast senkrecht gebracht, mit der Handfläche nach vorn gerichtet und der linke Arm wird nach hinten mit der Handfläche auch nach hinten so, daß die Arme eine gerade Linie bilden. (Bild 4.1)

2. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärtsmit dem linken Fuß; Zeit 1,2und 3 - der linke Arm wird vorwärts nach oben mit der Handfläche nach vorn und der rechte Arm wird nach

hinten mit der Handfläche nach hinten gebracht, wie der Linke Arm in dem ersten Takt. (Bild4.2)

Bemerkung:

die beiden Arme machen aufsteigende und absteigende Halbkreise. Der Körper ist nach vorn gestrecktund sein Gewicht fällt auf den vorderen Fuß und der hintere Fuß wird nur durch die Zähen auf der Erde gastützt.

Diese Bewegungen wiederholt man bis zum Ende der Musik Nr 4

Beim letzten Takt werden die Arme beidseitig des Körpers nach unten gebracht. ( Der linke Arm wartet das Zurückbringen des rechten Arms seitlich des Körpers ab).

Erklärung:

Dieses nacheinander folgende Erheben des rechten und des linken Armes senkrecht nach oben spricht vom ewigen Weg des Lebens. Es spricht von Absteigen und Ersteigen als zwei Prozesse in der Natur, die sich abwechseln. Das Leid ist ein Tal und die Freude - eine Bergspitze. Die Armut ist ein Tal und das Reichtum - eine Bergspitze. Wir haben diesen Prozess überall in der Natur. Soger beim normalen Gehen wird der Fuß vom Boden gehoben, nicht wahr? Das ist Ersteigen. Danach wird er wieder auf den Boden gestellt. Das ias Absteigen.

Und beim Ersteigen und beim Absteigen muß man wissen, daß dies der Weg ist , den man gehen muß, daß dies der Weg des Lebens ist. Weil wenn man nicht absteigt, kann man nicht aufsteigen. Diese Übung erleichtert das Verstehen des Menschens des Ewigen Weg des Lebens und eine richtige Beziehung zu ihm zu haben.

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" Nr 4 - Maß 3/4 - 26 Takte

 

Text: Glänzende Sterne-Brillanten

flüstern lichtvolle Märchen

Der reine Mond leuchtet

fliegt endlos auf seinem Weg

in der Himmelsweite.

Und der Tag kommt nach der Nacht an.

 

 

5. ERHEBEN

 

Ausgangsposition: Die letzte Stellung der vorherigen Übung wobei man sie ohne Unterbrechung verbindet. (Bild5.1)

 

Bewegungsvorgang:

1. Takt, Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; Zeit 1,2 und 3 - die Arme werden vorwärts und nach oben gebracht, fast senkrechtm Handflächen nach vorn. (Bild 5.2)

2. Takt, Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß ; Zeit 1, 2 und 3 - die Arme werden nach unten und nach hinten mit den Handflächen nach hinten heraus gebracht.

Wie in der vorherigen Übung, (aber schon) mit den beiden armen werden aufsteigende und absteigende Halbkreise gemacht.

Diese Bewegungen werden bis zum Ende der Musik Nr 5 wiederholt.

Im letzten Takt, in der Zeit 3 werden die Arme nicht hinausgabracht, sondern wird die linke Hand mit Handfläche nach unten zeigend vor die Brust gebracht, der Daumen berührt die Brust, und die linke Hand wird auf die Tallie mit dem Daumen nach hinten gelegt.

Erklärung:

Die beiden Arme werden gleichzeitig nach oben gebracht, und danch - nach unten und nach hinten gerichtet. Das Erheben der Arme - die ist der Empfang des Neuen, des Aufgehenen, von dem, das von der Göttlichen Welt kommt; und die Arme nach unten und nach hinten gerichtet - bedeutet daß indem wir das Neue empfangen, wird das Alte nach hinten in der Vergangenheit gelassen. Diese Armbewegung drückt die mächtige Kraft, die den Menschen auf dem Lebensweg bewegt. Auch so bewegt sich das Boot durch die Paddeln vorwärts und mit ihnen wird die Bewegung auch rückwärts gemacht.

Dies ist ein Erwachen der Sehnsucht nach dem Höheren in unserer Seele. Dies ist ein Ruf an allen Seelen diesen Weg zu gehen.

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings Nr 5 - Maß 3/4 - 26 Takte

 

Text: Kraft und Freude,

Jugend und Liebe

bringt die Sonne (2mal)

und sie inspiriert

und wächst in Schönheit

 

San si ( Der schöne Tag ) : Übungen 6,7,8

6. ÖFFNEN

 

Ausgangsposition: Die letzte Stellung der vorherigen Übung, wobei man sie ohne Unterbrechung verbindet. (Bild 6.1)

 

Bewegungsvorgang:

1. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; Bei der Zeit 1,2 und 3 macht der rechte Arm einen Bogen leicht nach unten und wird seitlich waagerecht mit der Handfläche nach unten gebracht. Der linke Arm bleibt an der Tallie. (Bild 6.2) (Die Schlußposition der Arme bei der Öffnung und bei der Schliessung fällt auf die starke Zeit von jedem Takt, wobei die Arme und die Füße sich gleichmäßig bewegen.)

2. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß; bei der Zeit 1, 2 und 3 - mach der rechte Arm einen leichten Bogen nach unten und wird vor die Brust gestellt, wie bei der Ausgangsposition. Der linke Arm bleibt auf der Tallie bis zum Ende des 3. Takts.

In der letzten Zeit des 19.Takts geht die linke Hand vor die Brust und die rechte Hand wird auf die Tallie gelegt. ( In der 2. und 3. Zeit des 19.Takts und die Zeit 1 des 20.Taktwird die rechte Hand mit dem Daumen nach hinten auf die Tallie gelegt ) (Bild6.3 ) Ab dem 20.Takt werden die Bewegungenmit dem Öffnen des linken Arms(beim Schritt vorwärts mit dem linken Fuß.) (Bild6.4) und die rechte Hand bleibt auf der Tallie bis zum Ende des 41. Takt. Beim letzten Taktwerden die beide Hände vor die Brust gelegt, mit geballten Fäusten und Daumen auf den anderen Finger und Handflächen nach unten.

Erklärung:

Mit dem rechten Arm und danach mit dem linken Arm werden waagerechte, bogenartige Bewegungen vor dem Körper gemacht. Diese Übung ist für die Lösung von gewissen Widersprüchen im Denken und im Fühlen. Die Bewegung mit dem rechten Arm ist für die Lösung von Widersprüchen im Denken und die Bewegung mit dem linken Arm - für die des Fühlens. Mit den Armen schickt man gewisse Energien, die die Hürden beseitigen. Dies ist eine Bewegung für Beseitigung der Hürden vom lichthellem Weg der Seele, damit sie ihren Aufstieg anfangen kann.

Die Bewegung des Armes von der Brust her ist ein Öffnen und das Zurückbringen des Arms in die Ausgangsposition ist eine Schliessung. Um in die Natur hineingehen zu können mußt du öffnen. Und wenn du hineingehst, mußt du schliessen, d.h. du sollst nich an das denken, was du hinter dir gelassen hast - das Alte. Also du schliesst dich für das Alte ein. Die Tür der Vergangenheit muß geschlossen werden und die Tür der Zukunft muß geöffnet werden. Das, was öffnet ist die Gegenwart.

Diese Übung kann man noch "eine Methode zum Öffnen und zum Schliessen der Tür " nennen, d.h. du sollst richtig logisch und vernünftig deine Beschlüße auf dem Gebiet der Gedanken und der Gefühle machen.

Bemerkung:

(Bei allen Übungen, wo die Hände auf die Tallie gelegt werden, bleiben die Daumen nach hinten liegen.)

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" Nr 6 - Maß 3/4 - 41 Takte

 

Text: Sieh da wird der schöne Tag geboren.

Sieh da, die Sonne scheint zu uns.

Ein Voglein singt lustig Hymnen im Wald.

Wir tanzen frisch auf mit Morgentau gebadeten Gräsern und Blumen

Die lichtvolle Freude bescheint uns üppig.)

(2 Endlos ergießt sie Kraft in unsere Seele hinein)

 

 

7. BEFREIUNG

 

Ausgangsposition:

Die letzte Stellung der vorherigen Übung, wobei man sie ohne Unterbrechung verbindet. (Bild 7.1)

Bewegungsvorgang:

1. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß; bei der 1. Zeit - werden die beiden Arme auf die Seite getrennt, als sie etwas am zerreissen sind; bei der 2. und der 3. Zeit - werden die Arme seitlich waagerecht gebracht wobei sie leichte Bögen machen. Die Finger (die Fäuste) werden geöffnet mit den Handflächen nach unten.(Bild 7.2)

2. Takt, Zeit 2 - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; Bei der 1., 2. und 3. Zeit - werden die Arme in die Ausgangsstellung zurück gebracht.

Diese BVewegungen wiederholen sich bis zum Ende der Musik Nr 7, indem bei der 3. Zeit dieses takts die Arme seitlich des Köpers bleiben.

Erklärung: Die beiden Hände werden vor die Brust gebracht mit gekrümmten Fingern und mit einem starken Schwung werden sie auf die Seiten gebracht, wobei gleichzeitig die Fäuste geöffnet werden.

Dies ist ein Zerreissen von all dem, das dich hemmt. Es ist die Befreiung vom Alten und das Empfangen des Neuen. Es ist ein Hineingehen in die Freiheit. Diese Übung können wir noch "Zerreissen aller unnatürlicher Bindungen, von allem Alten" nennen. Sie erweckt im Menschen diese Energien, durch welche er die unnatürlichen karmischen Bindungen des Alten liquidieren kann damit er in das Leben der Freiheit hineingehen kann.

Dies ist ein Ruf der Befreiung, ein Ruf des Herausgehens auds den Gefängnissen. Dieser Ruf sagt uns: "Gehe aus dem Leben des ewigen Untergangs und gehe in das Leben des ewigen Aufgangs. Lass die Ketten des Todes und gehe in die Freiheit des Lebens! Gehe aus den dunkelen Kellern der Lieblosigkeitund gehe in die Freude der Liebe hinein"!

Durch diese Übung wird dieser Impuls auch in die Welt geschickt, damit er im Bewußtsein der kollektiven Menschheit arbeiten kann.

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" - Nr 7- Maß 3/4 - 41 Takte

 

Text: Wir lieben die Bergen

Wir besingen den wundervollen Moussala-Spitze

Wir sitzen bei eine siebensaitigen Harfe im Rila-Gebirge

Wir treffen die mächtige Sonne in der Früh.

Wir verfolgen abends die glitzernden Sterne)

(2mal Und den wunderbaren Mond in der Himmelsweite.)

 

 

 

8. KLATSCHEN

 

Ausgangsposition: Die letzte Stellung der vorherigen Übung, wobei man sie ohne Unterbrechung verbindet. (Bild 8.1)

 

Bewegungsvorgang: 1. Takt, Zeit 1- Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; in der ersten Zeit klatschen die Hände leicht auf der Gesichtshöhe, bei der 2.

und der 3. Zeit gehen sie seitlich auseinander und nehmen eine Position einer geöffneten Blüte mit halb angehobenen Handflächen.

(Bild8.1 und 8.2)

2. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß; bei der 1. und 2. Zeit werden die Arme seitlich waagerecht geöffnet indem sie leichte Bögen machen (Bild 8.3) Diese Bewegungen wiederholen sich bis zum Ende der Musik Nr 8, indem beim letzten Takt werden die Hände vor das Gesicht sebracht.

 

Erklärung: Dies ist ein Triumph der Freiheit. Diese Bewegungen bedeuten, daß man sich von allen unnatürlichen, ihn einengenden Bindungen befreit hat. Sie zeigen die Grenzen der Freiheit an, sie zeigen wo sie anfängt. Sie sagen, daß sie schon erhalten worden ist. So, wie die Wellen, die an die Küste klatschen und zeigen, daß sie die Grenze erreicht haben, schon frei sind um sich zu verstreuen. Diese Übungen - dies ist die Freude der Seele, die Befreiung erhalten hat. Dies ist die Freude des Schmetterlings, die aus dem Kokon heraus gekommen ist. Dies ist die Freude des Gräschen, das seinen Halm über die dunkle kalte Erde herau gezeigt hat. Dies ist die Freude der Blume, die zum ersten mal ihre Blütenkrone den Sonnenstrahlen geöffnet hat.

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" Nr 8 -Maß-3/4 - 41 Takte

 

Text: Siehe, da wird der schöne Tag geboren

Siehe da scheint die Sonne zu uns

Ein Vögkein singt lustig Hymne im Wald

Wir tanzen frisch auf vom Morgentau gebadeten Gräsern und Blumen

Die lichtvolle Freude bescheint uns üppig

Endlos ergißt sie Kraft in unsere Seele hinein.

 

 

9. SÄUBERN

 

Ausgangsposition: Man geht von der vorherigen Übung zur neuen über. Die Hände, die vor dem Gesicht sind, werden dem Mund näher gebracht, die Daumen, die Zeigefinger und die Mittelfinger der eine Hand brühren die gleichen Finger der andere Hand. Die andere Finger sind frei, die Handflächen sind nach vorn gewendet. (Bild9.1)

 

Bewegungsvorgang: 1. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuß; bei der 1., 2. und 3. Zeit gehen die beiden Arme und Hände auf , waagerecht seitlich mit den Handflächen nach unten. In dieser Zeit wird aus dem Mund durch Pusten ausgeatmet. (Bild 9.2)

2. Takt - Zeit 1 -Schritt vorwärts mit dem rechten Fuß; bei der 1., 2. und 3. Zeit werden die Arme zurück in die Ausgangsposition gebracht, wobei gleichzeitig wird durch die Nase eingeatmet. Bei der Erfüllung dieser Übung soll man nicht singen. Diese Bewegungen wiederholen sich bis zum Ende der MusikNr 9.

Beim letzten Takt befinden sich die Hände vor dem Mund.

 

Erklärung: Die Bewegung der Hände vor dem Mund und dem Öffnen der Armen und der Hände mit zur Seite gebrachten Fingern wird durch Puste begleitet. Das Pusten - das ist das Wort und die Bewegung der Arme und der Hände ist das Säen des Wortes. Diese Übung spricht über das Empfangen des Wortes und sein Säen. Es drückt aus, daß das Wort der Vernunft, das durch die Sprache gegeben wird, gesäet werden muß. Sie kann noch so genannt werden: "Hineinbringen des reines Wortes in das Leben oder "Ein richtiger Weg zum Hineinbringen von reinen Gedanken, Gafühlen und Taten im Leben.

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" Nr 9 - Maß 3/4 - 4O Takte

 

Text: Der erste Tag des Frühlings, )

Der erste Tag der Freude, )

Der erste Tag der Liebe ) (2)

Bringen Kraft und Leben, )

Bringen Kraft und Leben. )

 

 

10. FLIEGEN

 

Ausgangsposition: Die letzte Stellung der vorherigen Übung, man geht ohne Unterbrechung weiter.

 

Bewegungsvorgang: 1. Takt, Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuss; bei der 1., 2. und Zeit werden die Arme waagerecht zu den beiden Seiten geöffnet, mit Handflächen nach unten und machen plastische Bewegungen des Fliegens, ähnelnd der Bewegung zweier Flügel. (Bild 1o.1 und 10.2)

2. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuss; bei der Zeit 1., 2. und 3 bleiben die Arme waagerecht weiter, indem sie die gleiche Bewegung des Fliegens wie im 1.Takt. Diese Bewegungen werden bis zum Ende der Musik Nr 10 wiederholt.

 

Erklärung: Diese wellenähnliche Bewegungen der Arme und der Hände auf den beiden Seiten - dies ist ein Gesetz des Erhaltens von Licht, von Wissen. Dies ist ein Gesetz für ein richtiges Bekanntmachen mit dem Licht, mit dem Wissen. Diese Bewegung drückt ein Streben nach einem Hochkommen damit alles aufwachsen kann. Das Gesäte muss aufwachsen. Diese Bewegungen kann man noch so nennen: " Ein Richtiger Weg zur Verbreitung und Wachstum des Wortes im Leben.

(Die beschriebene 10 Übungen werden ohne Unterbrechung getanzt, weil sie ein Zyklus darstellen.)

 

Musik: "Der erste Tag des Frühlings" Nr 10 - Maß - 30 Takte.

 

Text: Und die Erde erwacht aus dem Schlaf.

Ein neuer lichvoller Tag fängt an,

der neue Tag des Frühlings.

Und die Natur übelt,

weil die warme Sonne sie bescheint

und ergießt seine Strahlen in Fülle,

Alles freut sich und singt.

 

 

11. EVERA

 

Ausgangsposition:

 

Alle Teilnehmer stehen mit Gesicht zum Zntrum des Kreises. Das Gewicht des Körpers ist auf dem linken Fuss, der rechte Fuss ist nach rechts gestreckt und die Zehen berühren den Boden. Die Arme sind nach links gebracht - der linke Arm - waagerecht in Schulterhöhe mit der Handfläache nach unten. Der rechte Arm wird leicht vor die Brust gefaltet mit der Handfläche nach unten zeigend. Während der ganzdn Übung werden die Ellenbogen und die Handgelenke plastisch bewegt.

 

Bewegungsablauf:

 

Der 1. Takt - bei der Zeit 1 wird mit einem leichten Schwung das Gewicht des Körpers auf den rechten Fuss gebracht. Der linke Fuss stützt sich mit den Zehen. Bei der 1., 2. und 3. Zeit machen die Arme einen Halbkreis nach unten, danach werden sie nach rechts gebracht, indem der rechte Arm gestreckt ist; der linke Arm ist vor der Brust - leicht gefaltet.

Der 2. Takt - eine Vierteldrehung des Körpers nach rechts, Schritt vorwärts mit dem linken Fuss, der rechte stützt sich auf den Zehen ab. Bei der 1., 2. und der 3. Zeit werden die Arme mit einem leichten Schwung auf die Höhe von 45° gebracht, der linke Arme - gestreckt, der rechte Arm leicht gefaltet im Ellenbogen, die Handflächen nach vorn. Der ganze Körper drückt eine Zielstrebigkeit nach oben aus. (Bild 11.3)

Der 3. Takt - eine Vierteldrehung des Körpers nach rechts, das Gewicht des Körpers geht auf den rechten Fuss über, der linke Fuss wird gestreckt und die Zehen berühren den Boden. Alle stehen mit dem Rücken zum Kreiszentrum. Bei der 1.,2. und 3. Zeit machen die Arme einen Bogen nach unten und nach rechts, indem der rechte Arm gerade gestrecjkt ist und der linke Arm - leicht gefaltet im Ellenbogen. (Bild11.4)

Der 4. Takt ist dem 1. Takt ähnlich, nur dass alle Bewegungen in die Gegenrichtung ablaufen.

Der 5. Takt ist dem 2. Takt ähnlich, aber in die Gegegenrichtung ausgeführt.

Der 6. Takt ist dem 3. Takt ähnlich, aber die Bewegungen finden in die Gegerichtung statt.

Die Bewegungen dieser sechs Takte wiederholen sich bis zum Ende der Musik "Evera", d. h. insgesammt 68 Takte. Die Übung kann zwei mal wiederholt werden.

 

Erklärung: Der Körper wird nach rechts und nach links gedreht und jedes Drehen wird von einer Vorwärtsbewegung befolgt. Hier haben wir die Wirkung zweier Prinzipien:

das Prinzip der Liebe und das Prinzip der Weisheit, des weiblichen und des männlichen Prinzip, die für die Erhebung der Welt arbeiten. Das Umdrehen nach links - dies isr das weibliche Prinzip, das Empfangen der Liebe. Das Umdrehen nach rechts - dies ist das männliche Prinzip, das Empfangen der Weisheit. Und die Vorwärtsbewegung, die nach jedem Umdrehen befogt wird - dies ist die Bewegung zur Wahrheit. Also die Anwndung der Liebe und der Weisheit im Leben führt uns zur Wahrheit, d. h. zur Grossen Realität, die im Grund des ganzen Seins liegt. Die Vorwärtsbewegung - es ist ein Anstoss für unser Wachstum, für den Progress des Verstands und für den allgemenen Progress überhaupt.

 

Musik: "Evera" - Maß 3/8 - 68 oder 136 Takte

 

Die Sonne scheint, streichelt mit Strahlen

Blümchen und Gräser und uns.

In der Früh tanzen wir begeistert.

Die Luft ist eine Wohltat.

Die Vögelchen fliegen fröhlich um uns )

Die Natur leuchtet ganz in Schönheit. ) (2)

Zartes Gras, gebadt im Morgentau leuchtet wie im Diamant )

Die Blumen spenden Aroma. )

 

 

Die Sonne scheint, schickt Fröhlichkeit überall auf die Erde.

Sie weckt die ganze Welt auf, ruft sie mit Liebe.

Sie fliesst in uns Leben ein,

Sie gibt Freude, Frieden und Schönheit. )

Sie geht unter, aber erscheint immer wieder für ewig. )

Sie glänzt, schickt lebendiges Licht, ) (2)

Sie ist die Dienerin eines sanften Vaters. )

 

 

 

 

12. SPRINGEN

 

Ausgangsposition: Alle Teilnehmer stehen mit dem Gesicht zum Zentrum des Kreises, Die Füsse zusammen gebracht, die Arme senkrecht nach oben, die Handflächen nach vorn. (Bild 12.1)

 

Bewegungsvorgang:

 

1. Takt - bei der Zeit 1, 2, und 3 wird der Körper nach vorn gebeugt bis zum waagerechten Stand, die Hände bleiben gut gestreckt ( und folgen der Bewegung des Körpers nach unten )

2. Takt - bei der Zeit 1, Der Körper beugt sich wieter nach vorn und nach unten, die Arme werden nach hinten bis zum waagerechten Stand. Bei der Zeit 2, werden die Knie zusammen gebracht und sich leicht gehockt. Bei der Zeit 3, wird ein leichter Sprung auf der Stelle gemacht, die Arme werden nach vorn und in die Höhe mit einem leichten Klatschen gebreacht.

3. Takt - auf die Erde kommen, die Arme mit den Händen werden nach oben mit den Handflächen nach vorn wie in der Ausgangsposition gebracht. (Bild 12.3)

 

Alle Bewegungen wiederholen sich fünf mal bis zum Ende der Musik "Springen". ( Nach dem letzten Sprung werden die Hände mit den Handflächen nach unten beidseitlich des Körpers gebracht).

 

Erklärung: Dies ist eine Feierlichkeit, dass die Liebe und die Weisheit im Leben angewandt werden. Beim Springen - wir beugen uns vor dem Großen, vor dem Ewigen, vor dem Göttlichen, das jetzt in der Welt arbeitet. Das Springen, das danach folgt, ist ein Überbringen unserer Freude an das Erhabene in der Welt.

 

Musik: "Springen" - Maß 3/4 - 15 Takte

 

Lasst uns nach oben fliegen!

Zu der himmlischen Weite.

Mit Frieden, Liebe und Licht

alles wächst in Schönheit

und bringt uns die Weisheit!

 

 

13. WEBEN

 

Ausgangsposition: Alle Teilnehmer sind paarweise mit der linken Schulter zum Zentrum eingeordnet. Die Teilnehmer des äusseren Kreises machen zwei Schritte vorwärts( Schritt mit dem rechten Fuss und Heranziehen des linken Fusses. ) (Bild 13.1)

 

Bewegungsablauf:

 

FIGUR 1.:

 

1. Takt, Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem rechten Fuss und gleichzeitig werden die Arme seitlich gestreckt, mit den Handflächen nach unten. (Bild13.2).

Zeit 2 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuss und gleichzeitig werden die die Arme in die Ausgangsposition zurück gebracht. Diese Übungen werden werden in den ersten vier Takte wiederholt, wobei man 7 Schritte vorwärts macht und am 8. Schritt wird der linke Fuss neben den rechten gebracht.

 

FIGUR 2. - INNERER KREIS

( Beim aneinander Vorbeigehen gucken sich die Partner einander an. )

5. Takt - Zeit 1 - Schritt vorwärts mit dem linken Fuss, der den rechten Fuss von vorn überkreuzt; gleichzeitig werden die Arme seitlich waagerecht gestreckt, Handflächen nach unten zeigend wie in der 1. Zeit des 1.Takts (Bild 13.3)

Zeit 2. - Schritt seitlich rechts mit dem rechten Fuss, Hände werden vor die Brust gebracht.

Die Bewegungen des 5. Takts wiederholen sich beim 6.,7. und bei dem 8. Takt, wobei in der Zeit 2 des 8. Takts wird der rechte Fuss zu dem linken zurück gestellt.

 

ÄUSSERER KREIS

5. Takt - Zeit 1 - Schritt nach links mit dem rechten Fuss, der den linken Fuss von vorn überkreuzt; die hände werden gleichzeitig waagerecht seitlich gestreckt. (Bild13.3)

Zeit 2 - Seitlicher Schritt nach links mit dem linken Fuss, die Hände werden gleichzeitig vor die Brust zurück gebracht.

Bei den 6., 7. und dem 8. Takt werden die Bewegungen wie beim 5. Takt wiederholt, nur aber in der Zeit 2 des 8. Takts wird der linke Fuss zum rechten Fuss zurück gestellt.

Bei de Erfüllung der Bewegungen der 5., 6. und dem 7. Takte nimmt der äusser Kreis den Platz des inneren Kreises ein und der innere Kreis nimmt den Platz des äusseren Kreis ein, sie wechseln ihre Plätze ab. (Bild13.4) Bei diese Auswechselung der Plätze geht der äussere Kreis vor den inneren und der innere vor den äusseren über. Wenn man den seitlichen Schritt macht, man schreitet auch vorwärts. Deswegen bewegt man sich gleichzeitig vorwärts und seitwärts. sind wie der 1. Takt.

Die Takte 9, 10, 11, und 12 sind wie der 1.Takt. Die Teilnehmer bewegen sich nur vorwärts, wie in der Ersten Figur.

Die Takte 13, 14, 15 und 16 sind wie die Takte 5, 6, 7 und 8 - es werden die Schritte der Figur 2 gemacht.

Die Erste und die Zweite Figur wiederholen sich nach einander bis zum Ende der Musik "Weben", wobei am Ende der innere Kreis zu äusserem wird und der äussere Kreis - zu innerem.

 

Erklärung: Diese Bewegung drückt den organischen Prozess in der Natur aus. Sie drückt den Aufbauprozess in ihr. Zwischen dem Nordpol und dem Südpol der Erde findet ein Kreislauf der Elektrizität und dem Magnetismus statt, nicht wahr? Die elektrischen und die magnetischen Strömungen zirkulierenzwischen den beiden Polen. Das gerade wird in dieser Übung durch die überkreuzenden Bewegungen von links nach rechts und umgekehrt ausgedrückt.

Aber auch jedes materielles Teilchen hat seine Pole. Und zwischen diesen zwei Pole gibt es Strömungen von elektrischen und magnetischen Energien. Diese Kräfte arbeiten auch in jedem Menschen. Jeder Organ hat auch Pole.

Diese Bewegung, von einer Seite, führt uns zum sich Bewußtwerden von der Funktion des aufbaunden Prinzip in der Natur und von einer anderen Seite ist sie ein richtiger Weg um Harmonie und Rythmus in diesen Prozess, wie auch in uns hinein zu bringen; somit auch außerhalb von uns, in das Leben der Menschheit.

 

Musik: "Weben" - Maß 2/4 - 60 Takte</