DIE SECHS GYMNASTIKÜBUNGEN

Vom Meister Beinsa Douno, im August 1922

 

Hauptanleitung und Prinzipien

 

Diese sechs Übungen werden das ganze Jahr hindurch separat oder vor der Paneurytmie gemacht. Die Übungen sollten mit Konzentration ausgeführt werden, der Verstand sollte jedem Augenblick folgen, das Bewußtsein - wach bleiben.

 

Die Bewegungen des rechten Beins beeinflußen das Gehirn und die des linken Beins - das sympathische Nervensystem. Wenn man das rechte Bein bewegt, wird in einem das männliche Prinzip balanciert und wenn man das linke Bein bewegr, wird das weibliche Prinzip balanciert. Durch die Bewegung mit dem rechten Bein gibst du etwas deinem Verstand und durch die Bewegung mit dem linken Bein, gibst du etwas deinem Herz.

Diese Übungen drücken gleichzeitig Involution und Evolution aus. Zum Beispiel in der ersten Übung, wenn wir die Arme nach unten senken, wird die Niederkunft des Geistes in die Materie dargestellt - Involution. Wenn man erst drei Schritte zurück tretet ist es wieder Involution. Das Hochheben der Arme stellt die Evolution dar oder Ersteigung, wie auch drei Schritte nach vorne einen Aufstig bedeuten. Nach unten und rückwärts sind Synonyme. So sind auch nach oben und vorwärts. Involution und Evolution können mit dem Prozess in den Pflanzen verglichen werden - es ist eine Analogie da. Das Säen des Weizenkorns in die Erde ist ein Hinuntergehen, Involution. Und wenn die Pflanze aus dem Boden hinauswächst und Früchte bringt ist es ein Aufgehen, Evolution.

Wenn die Arme hochgehoben werden, werden sie von einer Einatmung begleitet und wenn sie hinunterglassen werden, werden sie von einer Ausatmung begleitet werden. Wenn der Körper aufgerichtet wird, wird eingeatment und wenn man hinkniet, wird ausgeatmet. Wenn die sechs Übungen sehr langsam, rytmisch und mit den Atmungen ausgeführt werden, werden sie viel mehr effektiv.

 

 

1. ERSTE ÜBUNG

 

"Diese Übung bringt Beruhigung, Gleichgewicht. Du willst deinen eigenen Herr sein. Du Stellst deinen Verstand, dein Herz und deinen Willen im Dienste von Gott. Du kommst auf die Erde hinunter um zu arbeiten. Danach kommst du wieder hoch um zu empfangen. Bei dieser Übung kommst du in Kotakt mit dem Göttlichen in dir und in Einklang mit dem Verstand in der Welt."

"In der ersten, zweiten und in der dritten Übung, wenn man die Arme hoch richtet, atmet man ein. Wenn die Arme schon oben sind, hält man für eine Weile den Atem an und wenn man die Arme wieder nach unten lässt und niederkniet, atmet man aus. Dann wenn man den Körper und die Arme aufrichtet, atmet man wieder ein usw.

 

BESCHREIBUNG

 

Gebetsaufruf: "Gott, lass Deinen Segen über meine Seele kommen"

(Gospodi, da dojde Tvoeto Blagoslovenie varhu mojata duscha)

Anfangsposition:

Arme nach unten seitlich neben dem Körper, Füsse zusammen, ein munterer Körperstand

Bewegungsfolgen:

Die Arme von den Seiten in die Höhe schwingen, zwei Halbkreise- bildend, kommen über den Kopf mit gestreckten Händen, wessen Fingerkuppen sich leicht berühren. Ein

Schritt rückwärts mit dem rechten Fuß. Die Arme werden langsam hinunter gebracht, in dem die Hände mit den Fingern über den Kopf fahren so, als wäre man sich mit etwas am Begiessen. Zur gleichen Zeit kniet man langsam hin, die Hände berühren den Boden und das rechte Knie berührt den Boden ganz leicht. Danach erhebt man sich hoch mit den Armen nach oben mit Handflächen nach oben als man etwas schöpfe und träge. Während des Stehens sind die Arme wieder über dem Kopf gestreckt, wobei sich die Fingerspitzen berühren.

 

Danach macht der linke Fuß einen Schritt rückwärts und die gleichen Bewegungen der Armen und den Händen werden wiederholt. Dieses mal berührt das linke Knie ganz leicht den Boden. Langsam aufrichten. Dann macht der rechte Fuß einen neuen Schritt rückwärts und die Bewegungen wiederholen sich.

Jetzt macht der rechte Fuß einen Schritt vorwärts mit den gleichen Bewegungen. Dann noch einen Schritt vorwärts mit dem linken Fuß und danach mit dem rechten Fuß folgend. Zusammen macht man drei Schritte rückwärts und drei Schritte vorwärts.

Nach dem dritten Schritt vorwärts, wenn man wieder steht, wird der linke Fuß zu dem rechten gebracht, die Arme werden vor das Gesicht gesenkt und die Startposition ist wiedererlangt.

 

2. ZWEITE ÜBUNG

"Bei dieser Übung kommst du in Kontakt mit der Natur, empfängst von ihr und gibst es der Erde durch. In dieser Übung bist du im Einklang mit der Liebe."

BESCHREIBUNG

 

Gebetsaufruf:

"Die Gottesliebe soll meine Seele erfüllen"

(Da se ispalni duschata mi s Boschiata Ljubow)

 

Anfangsposition: Wie in der Ersten Übung - Arme nach unten, Füße zusammen, ein munterer Körperstand.

 

Bewegungsfolge:

 

Die Arme werden seitlich hoch gehoben und über den Kopf gestreckt mit sich berührenden Fingern. Macht mit dem rechten Fuss einen Schritt rückwärts. Langsam hinknien und mit den Händen gleichzeitig zwei hinuntergende Halbkreise forwärts und nach unten machen und den Boden berühren. Die Hände machen eine schöpfende Bewegung nach innen. Das rechte Knie berührt leicht den Boden.

Langsam aufrichten, solange in der gleichen Zeitdie Hände nach oben bringenvor euch selbst als hebe man etwas. Stehend heben wir die Arme hoch über den Kopf und erreichen die Position, die schon beschrieben wurde - gerade nach oben gestreckt mit sich leicht berührenden Fingerspitzen. Danach einen Schritt mit dem linken Fuss rückwärts. Wiederholen das langsame Hinknien und Aufrichten, begleitet von der gleichen Folge der Arm- und Handbewegung und dieses mal brührt das linke Knie leicht den Boden. Noch ein mal, einen Schritt zurück mit dem rechten Fuss und die Folge wird wiederholt.

Nach dem man drei nacheinander folgenden Schritte rückwärts beendet hatte, trete man vorwärts mit dem rechten Fuss und wiederhole die Bewegungen. Dann mit dem linken Fuss einen Schritt vorwärts (und wiederhole die Bewegungsfolge) und einen Schritt vorwärts mit dem rechten Fuss (und wiederhole die Bewegungsfolge) - zusammengefasst - drei Schritte rückwärts und drei Schritte vorwärts.

Nach dem dritten Schritt vorwärts, wenn man wieder steht, schliesse den linken Fuss an den rechten, öffne die Arme in einen weitgespannten Halbkreis zu den beiden Seiten und lass sie hinunter nah am Körper um die Startposition zu erreichen.

 

 

3. DRITTE ÜBUNG

 

"Bei dieser Übung liegt die Hand auf dem Knie. Das Knie stellt das Gute dar. Der Kniewinkel, geformt duch den Oberschenkel und den Unterschenkel stellt die Einheit mit der Unsichtbaren Welt. Du legst das, was auf der Hand geschrieben steht auf das Knie, d.h. das Gute, als auf einem Grund. Jeder Finger hat eine besondere Bedeutung; alle spirituelle Energien, die von den Fingern ausgedrückt werden, kommen vom Guten, das die Gründung ist ab.

 

BESCHREIBUNG

 

Gebetsaufruf:

"Lass die Göttliche Gerechtigkeitin mir aufwachsen"

(Da wasrastne w mene Boschiata Prawda)

 

Anfangsstellung:

Zurück zu der zweiten Übung

 

Das Gleiche wie in der ersten Übung: Arme seitlich nach unten, Füsse zusammen gebracht, muntere Stellung.

 

Bewegungsfolge:

 

Der rechte Arm schwigt nach hinten und nach oben in einen aufsteigenden Bogen und völlig ausgestreckt, kommt er auf Position von einem Winkel von 45 Grad nach oben und vorwärts. Einen Schritt zurück mit dem linken Fuss. Langsam hinknien indem man gleichzeitig den rechten Arm nach unten bringt um die rechte Handfläche über das rechte Knie zu legen - in dem Augenblick, wenn das linke Knie den Boden leicht berührt. Dann langsam aufrichten und den rechten Arm frei seitlich lassen - auf Ausgangsposition.

Danach schwingt der rechte Arm rückwärts und nach oben auf der gleichen Weise. Einen Schritt zurück mit dem rechten Fuss und die linke Handfläche auf das linke Knie darauf legen während das rechte Knie den Boden berührt. Langsam aufrichten und zurück zu der Ausgangsposition kommen. Wiederhole die Folge indem du den rechten Arm schwingst und einen Schritt zurück mit dem rechten Fuss machst.

Nach vorne kommend, beginne mit dem linken Arm wieder nach hinten schwingend, nach oben und nach vorne. Einen Schritt vorwärts mit dem linken Fuss. Langsam hinknien indem man die Handoberfläche auf das linke Knie darauflegt, wobei das rechte Knie den Boden berührt. Aufrichten und wiederholen, indem man den rechten Arm schwingt und einen Schritt mit dem rechten Fuss vorwärts macht. Eine Ganzheit von drei Schritte rückwärts und drei Schritte vorwärts ist beendet, wo danach sich der rechte Fuss dem linken nähert und die Arme werden seitlich wie in der Ausgangsstellung gebracht.

 

 

 

4. VIERTE ÜBUNG

 

"Diese Übung zeigt wie man zu arbeiten hat, wie man zu dienen hat. Wenn die Arme nach links gehen, du wirfst alles Disharmonische aus dem Herzen heraus. Wenn die Arme nach rechts gehen, wirfst du alle Sorgen aus dem Geist heraus."

"In der vierten Übung - "Das Mähen" - wenn man die beden Arme seitlich vom Körper bringt, atmet man ein. Indem man in dieser Position anhält, hält man auch den Atem kurz an. Wenn man die Arme herunter hängen lässt, dann ausatmen. Danach, wenn man sich nach dem "Mähen" aufrichtet, atmet man tief ein."

 

BESCHREIBUNG

 

Gebetsaufruf:

 

"Ich werde Gott dienen mit meiner ganzen Seele"

(Schte sluscha Gospodu s wsitschkata si duscha)

 

Ausgangsposition:

Zurück zur dritten Übung

 

Die Gleiche wie die erste Übung: Arme seitlich am Körper, Füsse zusammen, munterer Körperstand

 

Bewegungsfolge:

Beide Arme nach vorne, horizontal ausgestreckt, mit den Handflächen nach unten. Einen Schritt rückwärts mit dem rechten Fuss und gleichzeitig bringe die beide Ärme nach rechts, parallel zur Erde. Langsam hinknien indem man leicht mit dem linken Fuss den Boden berührt. Wenn Sie langsam aufstehen, machen Sie eine Schwade mit den Ärmen nach links. Am Ende beim Aufstehen bleibt der rechte Fuss noch zurück und Ihr Gewicht ist auf ihm; die Arme stehen horizontal nach links. Es folgt ein Schritt zurück mit dem linken Fuss. Langsam hinknien, indem man leicht den Boden mit dem linken Knie berührt. Beim langsamen Aufstehen, machen die Ärme eine Schwade nach rechts.

Dann noch ein mal Schritt zurück mit dem rechten Fuss und wiederhole die gleichen Bewegungen (Schwade nach links)

Jetzt einen Schritt vorwärts mit dem rechten Fuss, hinknien (das linke Knie berührt den Boden), und mache eine Schwade mit den Armen nach rechts.

Wiederhole mit dem rechten Fuss vorwärts (das rechte Knie berührt den Boden, Arme nach links), und noch ein mal mit dem rechten Fuss vorwärts. Insgesammt drei Schritte rckwärts und drei Schritte vorwärts werden gemacht.

Nachdem die dritte vorwärts-Bewegung beendet wird, bleibt man mit den Armen nach rechts stehen.

Schließe den linken Fuss neben den rechten ein, öffneden linken Arm horizontal nach links und lass die Arme nach unten beidseitlich kommen.

 

 

5. FÜNFTE ÜBUNG

 

"Wenn du auf dem linken Fuss stehst und den rechten Fuss um ihn herum bewegst, dann balanciert sich dein Herz - ein Aufwachen des Herzens durch den Verstand findet statt. Wenn du auf dem rechten Fuss stehst und den linken Fuss um den rechten herum bewegst, dann wird der Verstand balanciert - du arbeitest in dein Verstand und ein Aufwachen des Verstandes durch das Herz findet statt. Nur auf dem rechten und folgend auf dem linken Fuss zu bleiben, bringt Gleichgewicht vom Verstand und vom Herzen.

Die Schulter ist der Platz der Engelswelt. Wenn man die Hände auf die Schulter legt, es zeigt eine Verbindungmit der Engelswelt an".

 

BESCHREIBUNG

 

Gebetsdaufruf:

"Ich werde mich auf die Göttliche Gaben freuen"

(Schte se radwam na Boschiite Blaga)

 

Ausgangsstellung:

Zurück zur 4. Übung

 

Gleich wie bei der ersten Übung: Arme seitlich am Körper, Füsse zusammen, munterer Körperstand

 

Bewegungsfplge:

Die Arme zu beiden Seiten öffnen mit den Handflächen nach oben gerichtet, dann die Arme in den Ellenbogen falten und die Fingerspitzen berühren die Schulter. Diese Position wird durch die Übung gehalten.

Drei nacheinander folgenden Halbkreise nach hinten mit dem rechten Fuss um den linken machen. Man berührt den Boden mit den Zehspitzen auf der anderen Seite des linken Fusses und kehrt zur Ausgangsposition zurück.

Nach der dritten Zehspitzenberührung des Bodens, anstelle von der Zehspitzen- zurückstellung in die Ausgangsposition zu machen, macht man einen Schritt rückwärts. Langsam hinknien indem man mit dem rechten Knie den Boden leicht berührt. Langsam aufrichten. Das Gewicht des Körpers überträgt sich auf den rechten Fuss. Mit dem linken Fuss macht man drei Halbkreise nacheinander nach hinten um den rechten Fuss auf der schon beschriebenen Weise, endend mit einem Schritt zurück. Wieder labgsam hinknien und aufrichten. Noch ein mal mit dem rechten Fuss macht man die beschriebenen drei Halbkreise nach hinten um den linken Fuss, beendend mit einem Schritt zurück mit dem rechten Fuss, hinknien und aufrichten.

Dann mit dem rechten Fuss drei Halbkreise nacheinander machen, dieses mal nach vorne um denlinken Fuss. Nach der dritten Berührung der Zähen links vom linken Fuss kehrt man nicht zurück zum rechten Fuss in der Ausgangsstellung, sondern nimmt man einen Schritt vorwärts. Langsam hinknien und aufrichten. Mit dem linken Fuss macht man die beschriebenen Halbkreise um den rechten Fuss, einen Schritt vorwärts mit dem linken Fuss, hinknien und aufrichten. Mit dem rechten Fuss macht man die letzten drei Halbkreise nach vorn um den linken Fuss mit einem Schritt vorwärts mit dem rechten Fuss beenden, hinknien und aufrichten. Dann bringt man den linken Fuss neben den rechten fuss. Die Arme horizontal auf die Seiten öffnen und hinunter lassen um sich zu erholen.

 

 

6. SECHSTE ÜBUNG

 

"Durch das Auspusten der Luft reinigst du den Verstand; dies ist ein elektrischer Prozess. Durch das sanfte Ausatmen reinigst du dein Herz.; dies ist ein magnetischer Prozess. "Gott, lass Deinen Geist kommen und mich reinigen." -dies ist die Erklärung des Auspustens; das sagt man in sich. Solange man leicht ausatmet, sagt man leise die folgende Worte: " Gott, lass Deinen Geist kommen und mich segnen".

 

BESCHREIBUNG

 

Gebetsaufruf:

"Ich werde den Weg der Wahrheit gehen"

(Schte hodja w patja na Istinata)

 

Ausgangsposition:

Zurück zu fünften Übung

Gleich wie in der ersten Übung:

 

Arme seitlich hängenlassen, Füsse zusammen bringen, munterer Körperstand.

 

Bewegungsfolge:

Einen Schritt nach hinten mit dem rechten Fuss und hinknien wobei das rechte Knie den Boden leicht berührt. Gleichzeitig die Arme bor die Brust bringen, die ellenbogen gebeugtund Handflächen gegenüber stellen, aber sie dürfen sich nicht gegenseitig berühren, die Finger zeigen nach vorne. Man bleibt weiter in der hingeknieten Position werden die Arme mit den Händen stark vorwärts gebracht, parallel zu einander und bläst stark die Luft mit der Silbe "Huuu" aus. Die Arme sind vor der Brust zusammen gezogen wie vorhin und das Pusten mit dem usstrecken der Arme nach vorne wird fünf mal wiederholt (alles zusammen - sechs mal)

Nach dem sechsten Pusten biegt man die Ellenbogen so, dass die Hände vor den Mund kommen, ihn mit den Daumen, den Zeigefingern und den Mittelfingern berühren. Die Handflächen zeigen nach vorne. Dann öffnen sich die Arme zu den beiden Seiten horizontal und gleichzeitig atmet man leicht durch den Mund aus mit dem Ton "Ha" wie im Englischen "her" . Die Hände kommen wieder zusammen vor den Mund und das schon beschriebene Ausatmen wird noch fünf mal wiederholt (zusammen sechs mal)

Nach dem sechsten Ausatmen bleiben die Arme horizontal zu den Seiten und gleichzeitig steht man langsam auf. Der rechte Fuss wird neben den linken Fuss gestellt und die Arme werden nach unten seitlich hängen gelassen.

 

 

SCHLUSSÜBUNG - Tonleiter

 

Ausgangsposition:

(Zurück zur Sechsten Übung)

 

Die gleiche wie die erste Übung - Arme seitlich nach unten, Füsse zusammen.

 

Bewegungsfolge:

 

Das Gehmuster für die Füsse ist 6 Schritte vorwärts, 6 Schritte rückwärts und 6 Schritte vorwärts. Am Anfang und am Ende jeder Tonleiter kommen die Füsse zusammen. Jede Arm- und Fuss-Bewegung wird mit dem Gesang von einem Ton von der Tonleiter - vom mittleren C bis zum oberen C.

 

Do (wie im Dorn") (C): Füsse zusammen, Wirbelsäule aufrecht. Vom Kreuz aus nach unten bücken, die Hände bewegen sich nach unten mit den Handflächen gegeneinander zeigend mit den sich berührenden Fingern bis sie den Boden berühren. Danch aufrichten.

 

Re (wie im "Reh") (D): Einen Schritt mit dem rechten Fuss vorwärts mit nach vorne parallel ausgestreckten Armen in der Brusthöhe, die Handflächen gegeneinander zeigend.

 

Mi (Wie im Mitte") (E): Einen Schritt mit dem linken Fuss vorwärts. Die Arme beidseitig öffnen, die Handflächen zeigen nach vorn.

 

Fa (Wie im "Fahrt") (F): Einen Schritt mit dem rechten Fuss vorwärts. Falte die Ellenbogen und berühre die Brust mit den Fingerkuppen.

 

Sol (Wie im "Soll", aber S wie doppel S lesen) (G): Einen Schritt vorwärts mit dem linken Fuss. Arme beidseitig auf 45° (von der vertikalen Ebene aus) öffnen, Handflächen gegeneinander zeigend.

 

La (Wie im "Lack") (A): Einen Schritt vorwärts mit dem rechten Fuss. Die Arme werden langsam über den Kopf gehoben bis die Finger sich in der Form von einem starken Winkel berühren (gebildet von den gegeüberstehenden Handflächen).

 

 

Si wie im "Sitz", (S wird wie doppel SS ausgesprochen)-(B): Einen Schritt vorwärts mit dem linken Fuss. Öffne die Handflächen und bringe die Handbasis der beiden Händen zusammen um eine Lotusknospenähnliche Form zu bilden.

 

Do (C) (Wie im "Dorn"): Bring den rechten Fuss zum linken. Die Hände kommen nach unten solange man sich nach vorne bückt. Die Finger berühren den Boden. Dann aufrichten und die Ausgangsposition wieder einnehmen.

 

Wiederhole die Folge wobei du dich rückwärts bewegst. Wiederhole die Folge wobei du dich vorwärts bewegst.

Beim sagen: "Lasst den Gottesfrieden mit uns sein", werden die Arme langsam nach oben beidseitig über den Kopf erhoben bis sich die Finger der gegenüberstehenden Handflächen berühren, indem sie einen scharfen Winkel bilden. Beim sagen: "Lasst die Gottesfröhlichkeit und die Gottesfreude in unseren Herzen kommen", werden die Hände nach unten gebracht als man etwas über sich ergiesst. Man fängt mit den Gesichtsseiten an, dann mit den Handflächen zum Körper weiter den Seiten entlang streichen. Dann zurück zur Ausgangsstellung mit den Armen und Händen seitlich am Körper hängend.

Diese Bewegung und der Gebetsaufruf werden drei mal wiederholt.

 

 

 

 

Der Meister:

Derjenige, der alles geopfert hat, der hat alles bekommen. Er hat ein neues Licht, eine neue Kraft, einen neuen Aufschwung im Leben bekommen. Das Erste, das man morgens nach dem Aufstehen tun sollte, ist sich zu fragen: " Was kann ich heute opfern? " Wer nichts opfert, der verurteils sich selbst zum Tode. .. Jeden Tag sollst du etwas von sich opfern und es zum großen Altar beilegst. Wie der Schriftsteller schreibt und zu seinem Buch etwas Neues ständig beilegt. Mit seinem Feder ordnet er die Halskette seines Lebens, die er mit Edelsteinen und Diamanten beschmückt. Tut er falsche Steine an seine Halskette, verliert sie ihren Preis.

Jeder Mensch muß ein Schriftsteller sein - sein Leben selber zu schreiben, wo er seine Seele als Edelstein hineinlegt. Nur jenes Leben ist wertvoll, in welchem Man seine Seele hineingelegt hat.

 

 

Der Meister:

Ihr müßt das Wesentliche vom Unwesentliche unterscheiden. Glaubt nicht, daß die wesentliche Dinge die Großen sind und die unwesentliche - die Kleinen. Das Leben erscheint und im Kleinen und im Großen. Jedes Ding, das in sich Leben hat, ist wesentlich. So müßt ihr auf die Dienge schauen um eine klare Vorstellung vom wirklichen Leben zu haben. Das Ganzgeitsleben stellt eine innere Ununterbrochenheit dar. In diesem Sinne wen man sich mit einem Sonnenstrahl verbindet, verbindet man sich mit allen Strahlen; wenn man mit einem Ton in Verbindung tritt, verbindet man sich mit allen Tönen.