Petar Danov Der Meister

Ich werde oft gefragt, was die Lehre ist, die ich predige. Ich antworte: Das ist die Lehre über die lebendige Natur, die alle lebendigen Kräfte in sich einschließt, mit denen sich die Wissenschaft beschäftigt. Das ist die Wissenschaft über den Menschen, die Wissenschaft über das Vernünftige in der Welt. Das ist die Wissenschaft über Gott und über die Liebe.

Meine Lehre gründet auf drei Hauptprinzipien: Die göttliche Liebe, die göttliche Weisheit und die göttliche Wahrheit. Aus diesen drei Prinzipien geht hervor, dass voller Frieden und gegenseitige Verständigung zwischen den Menschen, Brüderlichkeit und gegenseitige Hilfe für das allgemeine Wohl nötig sind. Meine Lehre schließt jede Gewalt aus und bedarf der absoluten Reinheit in den Gedanken, in den Gefühlen und in den Taten. Eine der wesentlichen Bedingungen für alle Anhänger dieser Lehre ist die vollkommene Sittlichkeit. Der Schüler der göttlichen Schule, soll, um alle großen Wahrheiten der Lehre Christi begreifen und anwenden zu können, physisch moralisch und geistig rein sein. Jeder Verstoß gegen diese Bedingung ist eine wichtige Behinderung seiner Entwicklung. Er soll in jeder Hinsicht aufrichtig sein, sowohl sich selbst als auch den anderen, der Gesellschaft und dem Staat gegenüber. Ich empfehle, dass die bestehenden Gesetze und Verordnungen der Regierung beachtet werden. Mit Politik beschäftige ich mich nicht, weil sie für uns kein Ziel darstellt. Jeder Mangel und jede Unvollkommenheit in der gesellschaftlichen und in der politischen Ordnung lassen sich durch Selbstvervollkommnung ausgleichen, denn es wurde gesagt: „Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Die Kirche soll stets im Einklang mit der göttlichen Liebe, der göttlichen Weisheit und der göttlichen Wahrheit stehen. Mit Politik beschäftigen sich nur die Menschen, die erst jetzt das Leben studieren. Ich erforsche nur dasjenige, was Vernünftig ist – das Gute. Damit die göttliche Weisheit und die göttlichen Wahrheiten begriffen werden können, bedarf es des Wissens über das Leben. Dieses Wissen wird denjenigen vermittelt, die freiwillig lernen und sich entwickeln möchten. Wenn sie geistig und moralisch gesund sind, dann können sie leicht den Unterricht begreifen, andernfalls können sie selbst die Aufgabe aufgeben, die nicht in ihrer Macht lag.

Ich rufe niemanden auf, noch zwinge ich jemanden, noch verpflichte ich jemanden. In meiner Lehre wird das Gesetz der vernünftigen Freiheit angewandt. Wer kommt, der wird nicht vertrieben werden und wer zu gehen wünscht, der kann nicht aufgehalten werden.