Arbeit mit dem Wort

Die Arbeit mit dem Wort umfasst die Arbeit mit der Heiligen Schrift (die Bibel) sowie die Arbeit mit den Vorträgen. Der Einfluss der zwei Kategorien ist vielschichtig und die Beschäftigung mit ihnen erfordert Beständigkeit und systematisches Arbeiten, Aufbau einer Verbindung mit der lebendigen Erfahrung. 

Ferner sollt ihr die Vorträge, die innerhalb der Okkultschule gehalten worden sind, auf eine besondere Weise studieren; sie sollen nicht nur gelesen werden. Jeder soll für sich selbst die wichtigsten Stellen aus jedem Vortrag herausnehmen und in seinem Leben anwenden. Denn Wissen, das nicht angewendet wird, ist kein Wissen. Ebenso soll man die Bibel erforschen. Einer von euch verweilt an einer Stelle, ein anderer an einer anderen und von da an gewinnt er Belehrung über irgendeine Schwierigkeit oder wird in einer moralischen Handlung unterstützt. So könnt ihr auch die Bücher bekannter Autoren lesen. Wenn ihr nicht auf diese Art und Weise die Vorträge, die Bibel oder ein anderes Buch lest, dann werden diese euch einfältig erscheinen. Ihr werdet darin irgendeine Unterhaltung suchen, aber Unterhaltung ist keine Wissenschaft. Arbeitet, um eure Gedanken konzentrieren zu können.

Ich würde wollen, dass ihr euch ernsthaft mit den Beispielen beschäftigt, die ich in den Vorträgen gebracht habe, da hinter jedem Beispiel ein großes Gesetz und eine große Methode steht, mit denen man an seiner Vervollkommnung arbeiten kann. Alles andere kann verschwinden, aber da diese Beispiele in der lebendigen Natur existieren, werden sie nicht verschwinden.

Als Schüler dieser Schule habt ihr viele theoretische Kenntnisse, aber ihr sollt sie praktisch anwenden. Durch die Praxis werdet ihr gute Gewohnheiten ausbilden, die dazu notwendig sind, dass ihr euren Geist munter und fröhlich halten könnt. Bei den schwierigsten Prüfungen soll der Schüler seinen Glauben, seine Geduld und Enthaltsamkeit zum Ausdruck bringen. Was für Schwierigkeiten auch immer ihm zustoßen, soll er sich sagen: „Diese Sache wird in Ordnung gehen. Ich werde diese Frage, wenn auch nach vielen Jahren, studieren.“ Das bedeutet ein starker Schüler zu sein. Er bricht seelisch nie zusammen. Er verschiebt nie die Fragen auf die ferne Zukunft, er arbeitet, er untersucht jede Frage, weil er weiß, dass die Zukunft jetzt, heute ist. Wenn ihr lernt, wenn ihr arbeitet, werdet ihr sowohl jetzt als auch in der Zukunft ausgezeichnete Schüler sein. Die lebendige Natur dient dem guten Schüler immer. Seid eifrig in der Lehre und gebt sie anderen weiter.1

 

Quellen:

1. Peter Danov. Der Weg des Schülers.  Пѫтьтъ на ученика. Съборни бесѣди отъ Учителя. София, 1996 // Свещеният час Библиотека

 

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