Einfluss der Sonne

Die Begrüßung des Sonnenaufgangs und die Paneurhythmie sind keinen Kult, sondern eine Möglichkeit, aus der Natur Energie zu schöpfen. Die höheren Sonnenenergien kann der Mensch nicht immer vernehmen. Morgens sind die Bedingungen besonders günstig, die Sonnenenergien zu empfangen. Dann sind die Atmosphäre und die Menschen ruhig und die Energie leitet sich in einer harmonischen Art und Weise weiter. Wenn die Sonne aufgeht, erwacht alles und nimmt seine Arbeit auf. Dann bildet sich eine Wellenreihe und die ganze Atmosphäre beginnt, sich zu bewegen.

Um aus der Sonne das aufzunehmen, was sie uns gibt, sollten wir ein Verhältnis zu ihr nicht nur als physischer Körper, sondern auch zu den Geschöpfen haben, die sie bewohnen, und mit ihrem Verstand in Kontakt treten. Wenn der Mensch ein Jahr, Tag für Tag, immer wieder die Morgenröte und den Sonnenaufgang so, wie es sein sollte, begrüßt, unabgängig davon, ob das Wetter schön oder bewölkt ist, ob es regnet oder stürmt, oder es ein starkes Gewitter gibt, kann er genial werden.

In Sofia gibt es unharmonische Gedanken, die über der Stadt eine Aura mit dem unregelmäßigen Rhythmus bilden. Von der Sonne kommen wohlgeformte, rhythmische und harmonische Energien hinunter, die wir aber hier mit unseren Gedanken beeinflussen. Die Sonnenenergien, die durch dieses Wirkungsfeld fließen, verlieren ihren Rhythmus und regelmäßigen Schwingungen. Deshalb gilt: je höher man auf einen Ort steigt, um Sonnenenergie zu empfangen, desto wohlgeformter und rhythmischer wird sie sein.

Morgen beim Sonnenaufgang ist die Erde negativ, d. h. sie ist empfänglicher. Diese Tatsache ist äußerst wichtig, um die Bedeutung des Sonnenaufgangs zu erachten. Wir müssen das folgende Gesetz beachten: Wir sind Teil des irdischen Organismus und deshalb, wenn der irdische Organismus empfängt, empfängt der menschliche Organismus auch; und umgekehrt - wenn die Erde gibt, gibt der Mensch auch. Deshalb sind die ersten Sonnenstrahlen die mächtigsten. Dann ist der Mensch auch am empfänglichsten. Morgens haben wir immer mehr Prana (Lebensenergie), als mittags. Dann nimmt der lebende Organismus am stärksten und am meisten positive Energien (Prana) auf. Die ersten Sonnenstrahlen (beim Sonnenaufgang) sind die aktivsten; dann ist die Sonne auf dem Höhepunkt ihrer Tätigkeit.

Eine Stunde vor dem Aufgang der Sonne hat ihre Energie eine psychische Auswirkung auf die Zellen des Körpers – sie erneuert ihre Energie und schafft neuen Impuls für Arbeit. Vor dem Sonnenaufgang haben die Strahlen, die durch die Atmosphäre brechen, mehr Einfluss auf das Gehirn. In der Zeit des Sonnenaufgangs haben die Strahlen, die in einer geraden Linie kommen, Auswirkung auf die Atemwege und unserer Sensibilität. Und kurz vor Mittag haben die gleichen Strahlen Wirkung auf den Magen und auf die Verdauung. Also ist die Heilung der Sonnenenergie unterschiedlich: vor dem Sonnenaufgang dient sie der Verbesserung des zerebralen Nervensystems, beim Sonnenaufgang der Stärkung der Atemwege und von 9-12 Uhr für die Stärkung des Magens, d. h. während dieser Uhrzeiten heilen die Sonnenstrahlen den kranken Magen. Und nach Mittagszeit hat die Sonnenenergie in der Regel nur eine kleine Heilwirkung. Nicht die Sonnenwärme ist der wichtigste Faktor der Heilung, sondern andere höhere Energien, die wir als Prana (Lebensenergie) bezeichnen können, und zu diesen ist die Erde morgens empfänglicher.